Online ist meine Leidenschaft – Warum ich blogge

“Es ist 1996, meine Freundin ist weg und bräunt sich in der Südsee. Allein? Ja, mein Budget war klein.”

Ok, zugegeben, 1996 hatte ich noch keine Freundin (die von Fettes Brot aber). Dafür hatte ich einen Mitschüler, dessen Vater dieses Internet Ding auf dem Computer hatte! Google gab es damals noch nicht und so verbrachten wir die meiste Zeit auf rotten.com (Achtung! Nichts für leichtes Gemüht!). Aus irgendeinem Grund war dies die einzige Website, die wir damals kannten…

Ein Sprung ins Jahr 1999. Damals konnte ich meinen Vater davon überzeugen, einen Internetanschluss zu bekommen. Mit dem 56k Modem war das noch richtig abenteuerlich und das mehrfache Einwählen jeden Tag war einfach normal.

Die ersten Tage mit der eigenen Internetverbindung verbrachte ich dann in irgendwelchen Chatrooms. Faszinierend war das allemal. Doch nach einigen Tagen im WWW fragte ich mich dann doch “Wie kann ich eigentlich eine solche Homepage bauen?”. Und so kam es, dass ich dann bei tripod.com meine erste Homepage eröffnete. Diese hiess “Moe the cat” und handelte von unserem Kater namens “Moe”. Die Seite beinhaltete eine Beschreibung des Katers und einige Fotos, sowie ein Video(!). Bei meinen Freunden kam die Seite sehr gut an 😉

Eye-on-Basel.ch hiess dann meine erste eigene Homepage mit eigener Domain und Webhosting. Die Idee: Eine Newsseite für Basel, meiner Heimatstadt. Der Name war inspiriert von der fiktiven Sendung “Eye on Springfield” von den Simpsons. Ich veröffentlichte damals einige News und stellte dann fest, dass mir da doch irgendwie der Zugang zu den echten News fehlte… Das Projekt verlief im Sand.

Anschliessend entstanden ein “Elektrotechnik Forum”, ein “Britpop Musik Forum” und diverse weitere kleine Projekte. Dazu kamen dann erste Erfahrungen mit Google Adsense und dem Geld verdienen im Internet.

Mein erster Blog – Die Mittelamerikareise

Meinen ersten echten Blog startete ich 2007 auf meiner Reise durch Panama und Costa Rica. An die Adresse des Blog kann ich mich nicht mehr erinnern und ich veröffentlichte ca. 4 Artikel. Aber, das Bloggingfieber hatte mich gepackt!

Da ich auf meiner Reise beschlossen hatte, anschliessend meinen Job zu kündigen und nach Costa Rica zurück zu gehen, startete ich sofort den ersten Blog auf einer eigenen Domain. Auch dort drehte sich alles um Costa Rica.

Sprachen lernen web – Mein Online-Durchbruch

In Costa Rica angekommen startete ich den Blog Sprachen lernen web. Um was es dort geht, brauche ich nicht weiter zu erklären. Dieser Blog stiess von Anfang an auf ein grosses Interesse und im Zuge dessen, klappte es dann auch mit den Online-Einnahmen.

Mit dem Sprachen Blog konnte ich dann sehr gute Erfahrungen machen. Ich konnte verschiedene Dinge testen und herausfinden, was wie funktioniert. Zum Beispiel im Bezug auf SEO. In dieser Zeit stellte ich dann auch fest, dass das Internet meine echte Leidenschaft ist…

DaniSchenker.com entsteht

Während einige meiner Projekte immer erfolgreicher wurden, wuchs in mir der Wunsch, darüber zu schreiben. Ich wollte meine Erfahrungen als Blogger mit anderen teilen. Auf keinen Fall wollte ich dies aber über die einzelnen Projekte machen, da ich die Thematik nicht vermischen wollte.

Kurzerhand entschloss ich daher, DaniSchenker.com in einen Blog zu verwandeln. Die Domain nutzte ich damals mehr als Portfolio.

Warum habe ich diesen Blog also gegründet? Ganz einfach, ich wollte anderen Bloggern helfen, besser zu werden.

Im Weiteren hatte ich das Bedürfnis, mich mit anderen Bloggern auszutauschen. Da es mein Standort in Costa Rica nicht erlaubt, an Bloggertreffen und Barcamps teilzunehmen, musste ich einen anderen Weg finden. Ein eigener Blog über das Thema war da genau richtig.

Den Kontakt zu anderen Blogger stellte ich dann vor allem über das Kommentieren auf deren Blogs her. Aber auch das Thema Gastartikel rückt für mich immer mehr in den Fokus.

Auf welche Inhalte ich mich hier fokussiere…

Ganz klar, alles soll den Blogger online weiter bringen. Da sind Tipps rund um WordPress, Geld verdienen im Web oder auch wie man mehr Reichweite bekommt.

Verfolge ich mit DaniSchenker.com kommerzielle Ziele?

Ob und wie viel ich mit diesem Blog verdiene, war mir von Anfang an egal. Es geht hier viel mehr um die Kontakte, den Erfahrungsaustausch und auch darum, selber was zu lernen.

Natürlich freue ich mich immer, wenn ich mal wieder ein eBook verkaufe oder jemand einen Blogcheck bestellt 🙂

Wie sieht es mit den Besucherzahlen aus?

Im Moment hat dieser Blog nur noch einige hundert Besucher pro Monat. Das liegt natürlich daran, dass ich hier sehr selten aktiv bin. Ich bin jedoch daran, ältere Artikel zu überarbeiten oder zu entfernen. Bis ich damit durch bin, wird es immer noch selten neue Artikel geben. Es soll aber ganz klar wieder vorwärts gehen. Hätte ich damals schon gewusst, wie man einen Blog richtig startet, dann hätte ich heute vielleicht auch mehr Besucher 😉

Oder wenn ich schon damals gewusst hätte, welche Inhalte wirklich gut ankommen:

Mach auch mit bei der Blogparade!

Das war also meine eher unkonventionelle Art, um an der Blogparade von Marco teilzunehmen 🙂 Er fragt nämlich “Aus welchen Gründe jemand seinen Blog gegründet hat?”. Die Frage ist auf jeden Fall interessant und ich wollte die Geschichte von DaniSchenker.com sowieso einmal niederschreiben. Das passt daher sehr gut.

Falls dein Blog auch eine Entstehungsgeschichte hat, dann mach doch auch mit. (Ok, jeder Blog hat eine Entstehungsgeschichte, hehe.)

 

10 tägliche Aufgaben eines Bloggers

Wer erfolgreich Bloggen will hat tausende Aufgaben zu bewältigen. Einige davon fallen täglich an und diese findest du in dieser Liste. Tägliche Aufgaben für Blogger:

Schreiben, schreiben, schreiben

Die wichtigste Aufgabe eines Bloggers ist es, Artikel zu schreiben. Optimal wäre es natürlich, wenn du täglich einen Artikel schreiben könntest. Du musst übrigens nicht zwingend täglich einen Artikel für deinen Blog schreiben, sondern das kann auch mal ein Gastartikel sein oder ein längerer Post für Google+ (falls sich deine Zielgruppe dort aufhält). Für bessere Artikel: Blogge wie James Bond.

Neben den Artikeln empfiehlt es sich generell zu schreiben. Das kann ein Journal sein, Kurzgeschichten, ein Roman… Oder oder oder… Je mehr du schreibst desto besser wirst du und fast noch wichtiger: Je mehr du schreibst, desto einfacher wird es. Irgendwann wirst du feststellen, dass du schneller schreiben kannst und auch mehr Ideen hast. Das sagt übrigens auch Ivan Blatter hier.

Infografik Quelle: Seeding Alliance

Über 50% der Blogger veröffentlichen maximal 10 Artikel pro Monat (siehe Bloggerumfrage Infografik). Egal, ob du in diese Gruppe gehörst oder nicht, nimm dir täglich etwas Zeit zum Schreiben.

Kommentare beantworten

Persönlich versuche ich jeden einzelnen Kommentar zu beantworten. Das ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Klar kommt irgendwann der Punkt, wo das nicht mehr geht. So lange es möglich ist – mach es aber!

Denk daran, dass die Leser die kommentieren, deine echten Fans sind. Es ist nicht selbstverständlich, dass sich jemand die Zeit nimmt, deinen Artikel zu lesen und dann noch etwas dazu zu schreiben. Deine Dankbarkeit dafür drückst du aus, indem du eine Antwort gibst.

Im Weiteren eignen sich Kommentare auch sehr gut dazu, um neue Kontakte aufzubauen.

Emails lesen und beantworten

Mindestens genau so wichtig, wie das Beantworten der Kommentare, sind natürlich Antworten auf Emails. Kontrolliere also das zum Blog gehörende Emailkonto täglich. Tipp: Bei Fragen von Lesern kannst du immer schauen, ob du diese mit einem Link zu einem deiner früheren Artikel beantworten kannst.

Es ist empfehlenswert eine Emailadresse im Stile von “mail@deinblog.tld” einzurichten. Damit bist du für andere Blogger sofort erkennbar. Das ist besonders hilfreich, wenn du den Kontakt aufnimmst.

Blogs lesen

Andere Blogs deiner Nische zu lesen, bringt dir mehrere Vorteile:

  • Inspiration für eigene Artikel.
  • Neue Erkenntnisse über Trends in deiner Branche.
  • Bei deinen Blogger-Freunden auf dem Laufenden bleiben.
  • Artikel zum Teilen finden (Twitter, FB, G+ und so weiter).
  • Gastartikel-Möglichkeiten finden.
  • Interessante Blogparaden finden und mitmachen.

Ich nutze Feedly, um den Blogs in meinen Nischen zu folgen.

Andere Blogartikel kommentieren

Und wenn du schon andere Blogs liest, kannst du auch gleich Kommentare hinterlassen (sinnvolle bitte und nicht spammig). So kannst du eventuell den einen oder anderen Leser gewinnen und vor allem kannst du Beziehungen zu anderen Bloggern aufbauen. Diese kommen nicht von nichts.

Je mehr Artikel du selbst kommentierst, desto mehr Kommentare wird es auch bei deinen eigenen Artikel geben. Denn, wir Blogger sind ja soziale Tiere und geben gern zurück.

Ein guter Kommentar ist einer, der eine weitere Diskussion anregen kann. Versetze dich in die Lage des Bloggers oder der anderen Leser: Würdest du auf diesen Kommentar antworten?

Erwähnungen in Blogs

Finde heraus ob andere Blogger auf deine Artikel reagiert haben und dich verlinkt haben. Reagiere dann selbst darauf z.B. in Form eines Kommentars. Selbstverständlich solltest du einen solchen Artikel zusätzlich noch selbst im Social Web teilen, da du ja promotet wirst.

Damit du automatisch über Verlinkungen informiert bist, richte dir einen Google Alarm ein.

1. Gehe zu https://www.google.de/alerts (logge dich ein, falls du es nicht schon bist).

2. Schreibe deinen Blognamen in das Feld. (Erstelle womöglich mehrere Alerts. Z.B. auch für deinen Namen.)

3. Klicke auf “Optionen anzeigen” und stelle deinen Alert nach deinen Wünschen ein. Ich persönlich lass mir einen RSS Feed erstellen und abonniere diesen dann mit Feedly.

4. Klicke auf “Alert erstellen”.

Und schon bist du automatisch informiert, wenn jemand dich oder deinen Blog irgendwo erwähnt.

Tipp: Wenn du selbst andere Blogger erwähnst, mache diese darauf aufmerksam! Entweder via Email oder natürlich im Social Web. Google+ eignet sich dafür ziemlich gut.

Erwähnungen im Social Web

Gleiches gilt für Twitter und die anderen sozialen Netzwerke. Schau nach ob du erwähnt wurdest oder Nachrichten bekommen hast und reagiere darauf. Du kannst auch Tools wie Hootsuite* dazu verwenden, wo du über alle möglichen Aktionen informiert wirst.

Nutze Erwähnungen in sozialen Netzwerken unbedingt, um Kontakte zu knüpfen. Vor allem, wenn du von jemandem erwähnt wirst, den du nicht kennst. Schau dir sein Profil an und entscheide, ob ein Kontakt für dich und deinen Blog von Vorteil sein könnte.

Siehe auch: Wie ich Twitter nutze. Wie ich Facebook Pages nutze.

Statistik analysieren

Ob du deine Statistik täglich einsiehst oder nur alle drei Tage, spielt natürlich keine große Rolle. Eine Erfolgskontrolle sollte aber stattfinden. Insbesondere wichtig sind folgende Faktoren:

  • Performance von neuen Artikeln: Wie gut ist dein neuster Artikel gelaufen? Woher kamen die Besucher? Analysiere und passe deine Promotion entsprechend an.
  • Alte Artikel die besonders gut laufen: Finde heraus, welche alten Artikel viele Aufrufe erhalten. Schau nach, wie diese bei Google gefunden werden und optimiere nachträglich.
  • Alte “nutzlose” Artikel: Gibt es Artikel, die überhaupt nicht mehr besucht werden? Entscheide, ob diese aufgewertet werden können oder eventuell gelöscht werden müssen (umleiten nicht vergessen nach dem Löschen).
  • Aufenthaltsdauer: Gibt es Artikel, die zwar besucht werden aber eine sehr hohe Bouncerate haben? Überlege dir, wie du dagegenwirken kannst. Zum Beispiel durch das Einbinden eines Videos oder mehr Text.

Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Infos, die du aus deiner Statistik ziehen kannst. Aber bereits mit den genannten dürften viele Blogger schon täglich beschäftigt sein.

Einnahmen

Je nach dem, wie du deinen Blog monetarisierst, kannst du auch deine Einnahmen einmal pro Tag checken. Das gilt, wenn du mit Affilliate Programmen oder auch Adsense arbeitest. Weil dort sollte sich (im besten Fall) täglich etwas tun.

Selbstverständlich bringt einfach ein Blick auf die Statistik nicht viel. Du musst mit den Daten auch etwas anfangen.

Wenn du etwa verschiedene Anzeigen testest oder deine Affiliate Links anders bewirbst, wird dein täglicher Blick in die Statistik viel sinnvoller sein. Denn, du kannst das Resultat anhand der Änderungen bewerten.

Grafiken erstellen

Update: Danke Claudia!

Vor allem wenn du im Social Web erfolgreich sein möchtest, nehmen Grafiken eine immer grössere Rolle ein. Ob bei Facebook, Twitter oder Google+, Posts mit Grafiken funktionieren einfach besser. Erst recht, wenn es individuelle Grafiken sind. Außerdem sind gewisse Netzwerke nur mit Grafiken nutzbar (Pinterest).

Nimm dir also Zeit, zu deinen Artikeln passende Grafiken zu erstellen. Wenn möglich kannst du auch noch ältere Artikel mit Grafiken bestücken.

Info: Dieser Artikel stammt aus dem Jahr 2012 und wurde überarbeitet.

Bloggen wie James Bond (Reloaded!)

Ich vergleiche das Bloggen wieder mit einem Film-Charakter. Beim ersten Mal musste Agent Salt daran glauben, jetzt ist es 007. Das aber zuerst, wie du feststellen wirst, wenn du meine nachfolgenden Blogtipps liest!

Wieso solltest du also bloggen wie James Bond?

Immer cool bleiben

James Bond verliert nie die Nerven und das solltest auch du als Blogger nicht. Manchmal gibt es Kommentatoren, Trolle und Spamer, die einen ganz schön wütend machen können. Es gibt gar solche, die ausschließlich deshalb deinen Blog besuchen. Sie wollen einfach nur provozieren. Aber davon lässt du dich genauso wenig beeindrucken, wie Bond dies tun würde. Antworte auf solche Angriffe cool oder überhaupt nicht. Du bist der Chef in deinem Blog und du entscheidest, welche Diskussionen erlaubt sind und welche nicht.

Nie sterben

James Bond stirbt nie. Und genau das sollte auch für deinen Blog gelten. Lass deinen Blog nicht sterben, am besten lässt du ihn nicht mal hungern 😉 Immer schön mit Inhalten füttern, das macht den Blog glücklich und beschert ihm ein langes Leben. Selbstverständlich werden es dir auch deine Leser danken, die sich über regelmäßig erscheinende Artikel freuen!

Tipp: Setze dir selbst konkrete Ziele, die aber realistisch sind. Überlege dir genau, wie viele Artikel du pro Monat schreiben kannst und bleibe dann dabei. Halte Ideen für spätere Artikel fest und lass dich von anderen inspirieren.

Das Ziel vor Augen

James Bond weiß was er will und tut alles, um sein Ziel zu erreichen. Sei das nun die hübsche Blondine oder das Verhindern des Weltuntergangs, er arbeitet auf das Ziel hin. Du solltest daher für deinen Blog klare, überprüfbare Ziele festlegen und alles daran setzen diese zu erreichen. Die besten Ziele sind messbar! Also zum Beispiel eine bestimmte Anzahl an Besuchern. Noch besser: Leads oder Kunden.

Sei unbestechlich

Wie würde die Welt wohl aussehen, wenn James Bond bestechlich wäre? Das wäre nicht gut 😉 Verkaufe dich und deinen Blog also nicht zu billig! Es gibt verlockende Angebote und viele Möglichkeiten mal eben ein paar Euro zu kassieren. Oft lohnt es sich aber mehr, etwas richtiges aufzubauen, als das schnelle Geld zu suchen.

Dein Blog-Markenzeichen

“Bond… James Bond”, “Geschüttelt nicht gerührt” und so weiter. James Bond ist unverkennbar, auch wenn er von einem neuen Schauspieler gespielt wird. Was ist das Markenzeichen von dir oder deinem Blog? Erkennt man deinen Blog sofort wieder? Diese Fragen musst du auf jeden Fall mit “Ja” beantworten können. Falls nicht, musst du daran arbeiten.

Mehr zu den Tipps in der Infografik.

Geh mit der Zeit (oder noch schneller)

Bond geht nicht nur mit der Zeit, er dieser voraus. Der Geheimagent hat immer das neuste Gadget und nutzt Technologien, die für die normalen Bürger noch nicht zugänglich sind. Für dich als Blogger heisst das, dass dein Blogsystem (zum Beispiel WordPress) immer auf dem neusten Stand ist. Und, teste auch mal was neues, eventuell ein Plugin oder eine neue Art der Promotion. Bleib generell auf dem Laufenden!

Ich weiss, ich weiss… Seit Daniel Craig in der Rolle des James Bond, hat sich das Image ein wenig verändert. Dennoch lebt der “alte” James Bond noch weiter. Für mich jeden Falls 🙂